Engagement auf den sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram, Xing, Linkedin oder YouTube ist für die meisten Unternehmen heute unerlässlich. Die Vorteile liegen ja auch klar auf der Hand: Die Markenbekanntheit wird gesteigert, man zeigt Präsenz und bleibt so im Gedächtnis der Nutzer (Kunden). Zudem wird der Traffic auf der eigenen Website gesteigert und dadurch der Verkauf geboostert. Einfach wild drauflos zu posten aber bringt meist gar nichts. Ohne Bedacht bleibt auch die schönste Kampagne stecken und verläuft so mir nichts, dir nichts im Sand. Damit dir das nicht passiert, haben wir hier mal die 6 größten Fehler beim Social Media Marketing aufgedeckt und zeigen dir gleich die Lösungen.

Viraler Content – unbezahlbar!

Jeder will natürlich, dass seine Beiträge auf Facebook & Co. viral gehen. Heißt: Dass viele, wirklich VIELE User den Post ansehen, like und teilen. Eine bessere und kostengünstigere Werbung gibt’s gar nicht!

Darum reißt sich so mancher schier ein Bein aus, um Postings zu kreieren, die auf Teufel komm raus auffallen sollen. Und dann wundert man sich, warum das Engagement trotzdem ausbleibt. Kaum Likes, bestenfalls mal einen oder zwei Kommentare und nicht einmal geteilt. Dabei hatte man sich doch solche Mühe gegeben, hat ein Foto rausgesucht, dass fetziger gar nicht sein kann und dazu einen Text verfasst, der doch nun wirklich jeden interessieren muss.

Wirklich jeden?

Nö. Denn virales Marketing hält sich nunmal nicht an all die „Geheimtipps“, die man immer und überall zu lesen bekommt. Stattdessen läuft beinahe jeder in die Falle zu glauben, er hätte jetzt den ultimativen Post gestaltet – und merkt dabei gar nicht, wie er einem Trugschluss aufgesessen ist und doch wieder einen der zahlreichen Fehler beim Social Marketing gemacht hat.

Am häufigsten tauchen folgende Fehler beim Social Media Marketing auf:

Fehler Social Media Marketing

1: Planlos posten

Social Media Marketing heißt, erst mal einen Plan aufzustellen. Am Anfang steht also die Überlegung, was man denn eigentlich auf Facebook oder Xing erreichen möchte. Mehr Besucher auf die eigene Website ziehen? Mehr Verkäufe generieren? Werbung für den Onlineshop machen?

Ist das Ziel klar, wird die Zielgruppe definiert. Denn nur dann weiß man, auf welchen sozialen Netzwerken es sich überhaupt lohnt, tätig zu werden. Schließlich tummeln sich auf Instagram ganz andere Nutzer als auf Xing; Facebook folgt anderen Regeln als TikTok.

Auch der zeitliche Rahmen für die Posts sollte klar sein. An welchen Wochentagen und zu welcher Uhrzeit etwas veröffentlicht werden soll, spielt nämlich eine ganz erhebliche Rolle.

User im B2C-Bereich, die man prima auf Facebook erreichen kann, nutzen das soziale Netzwerk gerne auch abends und am Wochenende. B2B-Kontakte wiederum findet man eher auf Xing oder LinkedIn und in der Regel zu den üblichen Geschäftszeiten.

So ein gut durchdachter Postingplan enthält auch eine relativ einheitliche Bildsprache unter Einbeziehung des Logos, der Firmenfarben, Schriftart usw. Auf diese Weise wird man mit jedem Post ein bisschen unverwechselbarer, ein bisschen erinnerungswürdiger, ein bisschen eigener – und schafft mit einem solchen klar umrissenen Profil einen höheren Erinnerungswert.

 

2: Werbung, Werbung, Werbung …

Einer der häufigsten Fehler beim Social Media Marketing ist, sich selbst beziehungsweise seine Firma und die Produkte immer und immer wieder in den Vordergrund zu rücken. Nutzer merken schnell, wenn es sich bei einem angeblich informativen Post in Wirklichkeit nur um schnöde Werbung und Selbstdarstellung handelt.

Auch wenn sich die sozialen Netzwerke super eignen, zum Beispiel das Besondere einer Zahnarztpraxis herauszustellen, das weltweit allerbeste Service-Angebot anzubieten oder mit dem Preise gewinnenden Team Aufmerksamkeit zu erregen – wenn’s zu viel wird, dann ist’s zu viel!

Mehr Glaubwürdigkeit wird gewonnen, wenn man beispielsweise interessante Branchen-News als Posts aufbereitet, Persönliches von den Mitarbeitern zeigt, den Arbeitsalltag darstellt oder auf kommende Veranstaltungen wie Messen, Ausstellungen etc. hinweist.

Auch das Teilen interessanter Beiträge von anderen Profilen stärkt letztendlich die eigene Kompetenz.

Grundsätzlich heißt hier (wie bei so vielem anderen) die Devise: Mehrwert bieten!

Also etwas Außergewöhnliches posten, Neues, Spannendes, Interessantes, Lesenswertes. Dann freuen sich die Nutzer schon auf den nächsten Post und sind auch viel wahrscheinlicher bereit, den einen oder anderen Beitrag mit ihren eigenen Freunden/Followern/Fans zu teilen.

 

3: Ab und zu ein bisschen und dann auch nur selten

Der nächste Fehler beim Social Media Marketing hat etwas mit Zeit zu tun – und zwar mit zu wenig davon. Denn bewegt sich nichts auf dem Social Media Kanal, wird’s für die User schnell uninteressant. Langweilig. Da ist ja nix los!

Instagram, Facebook, TikTok und all die anderen haben den Vorteil, dass schnell, kurz und brandaktuell etwas veröffentlicht werden kann. Und genau das erwarten die Nutzer auch. Kommt nur einmal im Monat etwas Neues, haben sie sich längst für einen anderen entschieden, der öfter und schneller informiert.

2 x in der Woche sollte deshalb etwas Frisches gepostet werden – mindestens!

Gibt es aus der Firma gerade nichts Interessantes oder Spannendes zu berichten? Dann eignen sich Kalendersprüche, Ferienzeiten, Veranstaltungskalender, Gewinnspiele, Feiertage oder auch weitergeleitete Posts von anderen (selbstverständlich mit Urhebervermerk!) ebenfalls, um unterbrochen im Gespräch zu bleiben.

 

4: Witz, komm raus …

Selbst die drögste Kommunalverwaltung meint heute witzig sein zu müssen. Das mag manchmal ja auch durchaus klappen. Wenn’s aber nicht passt, dann wird über einen humorvollen Post gelacht – aber alles andere als im positiven Sinn! Nich selten steckt dann ein gehöriges Fremdschäm-Potential darin. Und das will ja niemand, oder?

Natürlich werden unterhaltende Inhalte öfter geteilt als Posts mit trockenen Fachinformationen. Insbesondere kurze Clips, die eine Überraschung bieten, gehen aber noch viel wahrscheinlicher viral.

Zwangshumor ist dafür absolut unnötig.

Bei allen Posts gilt: Menschen wollen unterhalten werden. Und sie möchten auf emotionaler Ebene gepackt werden. Klar, das kann mit Humor geschehen – muss es aber nicht.

Wer auf den sozialen Netzwerken einen Beitrag anschaut, will bei aller Information vor allem auch ein gutes Gefühl bekommen. Er oder sie will berührt werden, will lachen, weinen, sich freuen, sich ärgern … Wenn das mit einem witzigen Beitrag erreicht wird, bei dem die Lachtränen nur so kullern – prima! Dann steigt auch damit die Chance, geteilt und geteilt und geteilt zu werden.

 

5: Ein Post ist kein Roman

Vor allem Fachleute von Unternehmen neigen gerne mal dazu, ihr geballtes Wissen in einem einzigen Info-Posting unterbringen zu wollen. Puh, da kann ganz schön ’was  zusammenkommen!

Diesen Fehler beim Social Media Marketing vermeidet man, indem man sich kurz fasst. Es reicht EINE wesentliche Aussage pro Post. Die jedoch soll Lust auf mehr machen. Und wenn der Inhalt wirklich einer ausführlichen Erklärung bedarf, kann ein Link zur entsprechenden Website beziehungsweise zum Beitrag auf dem Firmen-Blog wahre Wunder wirken.

Auf den Punkt kommen ist oft schwieriger, als auf dem Highway zu spazieren.

 

6: Der größte Fehler beim Social Media Marketing: Gleichgültigkeit!

Posten um des Postens Willen kann ja auch nicht Sinn und Zweck im Social Media Marketing sein. Wer Beiträge mit dem Hintergedanken „Mir doch egal, ob du reagierst oder nicht“ veröffentlicht, kann sich den ganzen Spaß von vornherein sparen.

Erfolgreiches Social Media Marketing ist von der Interaktion zwischen Unternehmen und Nutzern abhängig. Und die kann man auf zwei Arten erreichen, wobei beide auch gerne gleichzeitig genutzt werden sollten:

  • Kommentare kommentieren

Wenn man schon ein Posting veröffentlicht hat, auf das durch Kommentare reagiert wird, dann sollte man diese auch unbedingt ernst nehmen. Und zwar die positiven wie auch die negativen!

Nicht zu antworten, zu reagieren oder negative Kommentare sogar komplett zu löschen, zeugt nicht gerade von gutem Stil. Mit der Zeit fühlen sich die Nutzer durch ein solches Verhalten auch ziemlich veräppelt – und kommentieren gar nichts mehr auf dem entsprechenden Kanal. Geschweige denn werden sie dann noch einen Beitrag teilen oder liken. Also bitte jeden Kommentar freundlich kommentieren.

  • Handlungsaufforderung  geben

Schon mal etwas vom „Call to Action“ gehört? Dabei handelt es sich um eine klare Handlungsaufforderung. Sprich: Die User sollen etwas ganz Bestimmtes tun, nachdem sie den Post gesehen beziehungsweise gelesen haben.

Eine solche Handlungsaufforderung kann etwas ganz Konkretes sein, aber auch eine Bitte, etwas zu tun.

Oft eignet sich eine Frage und die Bitte um Antwort gut als Call to Action. Hin und wieder funktionieren sogar ganz klare Aufforderungen, etwas Bestimmtes mit einem Klick zu bestellen.

Ein paar Beispiele für eine Handlungsaufforderung:

  • Informiere dich hier
  • Jetzt Kontakt aufnehmen
  • Schreibt in die Kommentare, wie euch das Bild gefällt
  • Stimmt ihr mir da zu?
  • Welche Beispiele fallen euch dazu noch ein?
  • Hier kommst du direkt auf den Onlineshop
  • Habt ihr Fragen dazu? Dann stellt sie einfach in den Kommentaren – wir antworten sofort!

Lohnt sich Social Media für dein Unternehmen?

Hier findest du die Antwort darauf!