Man findet sie auf jeder (guten!) Homepage, auf jeder Landingpage und garantiert in jedem Onlineshop: CtA-Buttons. Also jene meist farbig unterlegten oder irgendwie anderweitig hervorgehobenen Schaltflächen auf dem Display oder dem Desktop, auf die man klicken soll, um zu einem weiteren Ziel zu kommen. Längst ist aus dem „Kauf-mich-Button“ oder „Info-Knopf“ ein echtes Marketingtool geworden, das über Top oder Flop entscheiden kann. Darum ist es enorm wichtig, dem Call to Action, also der Handlungsaufforderung, mehr Aufmerksamkeit zu schenken als früher. Erfahre hier alles rund um diese wichtigen Buttons und wie du deine CtAs optimal erstellst. 

 

INHALT:

Was ist der CtA?

Beim CtA handelt es sich um eine Handlungsaufforderung auf Webseiten, mit der Nutzer zum Weiterklicken gebracht werden sollen, um dann irgendetwas zu tun. Das kann die Anmeldung zu einem Newsletter genauso sein wie ein Kauf, der Download eines Whitepapers oder die tiefere Recherche auf einer anderen Website.

Meist wird dieser Call to Action als auffälliger Button mindestens einmal auf der Webseite untergebracht. Aber auch ein einfacher Link, bestenfalls gefettet und/oder farbig dargestellt, kann als CtA zum Weiterleiten zu einem anderen Ziel gesehen werden.

Damit der CtA überhaupt bemerkt und dann auch angeklickt wird, muss der Leser erst mal ein gewisses Vertrauen zur Website beziehungsweise zum Angebot aufgebaut haben.

Und das kann er sicher nicht, wenn da einfach nur ein fetter roter Kreis mit der Aufschrift „KAUF MICH“ prangt – ohne weitere Informationen zum Produkt und welchen Vorteil der Klick bietet.

Vertrauen wird aufgebaut, wenn rund um den CtA-Button ein erklärender Text steht, im besten Fall sogar ein SEO-Text

Auch dies ist ein CtA: Jetzt klicken: 7 Tipps für SEO Texte, die Leser begeistern

Im Grunde könnte man sagen, dass beispielsweise bei einer Landingpage, einer Produktseite oder auch einem Blog wie diesem hier die gesamte Seite eine Handlungsaufforderung ist – mit dem eigentlichen CtA-Button als unübersehbarem Hingucker. Damit der dann aber auch wirklich geklickt wird, sollte die Seite in Bestandteile gegliedert sein.

 

Wo wird der Call to Action eingesetzt?

Auch bei Printanzeigen in Zeitungen oder auf Flyern gibt es einen CtA (oder sollte es ihn zumindest geben). „Rufen Sie noch heute an“, „Coupon ausschneiden und einschicken“ sind da zwei Beispiele.

Ebenso findet man den Call to Action in der klassischen Radio- und TV-Werbung: „Bis zum 30. anrufen und alle Vorteile sichern“ oder „Nutzen Sie jetzt die Kauf-mich-Vorteilswochen“.

Den eigentlichen CtA-Button aber findet man naturgemäß eher im Internet. Da sind seine Einsatzmöglichkeiten umso vielfältiger:

  • Webseiten: Hier lässt sich der Button bestenfalls schon auf der Homepage finden, sicher aber auf den Unterseiten, die durch interne Links auf weitere Seiten leiten sollen. Die klare Handlungsaufforderung bindet die User ins Geschehen ein und weckt im positiven Sinn ihre Neugier und sogar ihren Spieltrieb.
  • Landingpages: Sie dienen ja per se dazu, Interessierte zu einer Handlung – dem Klick auf den Kauf eines Produktes oder einer Weiterleitung zur Verkaufsseite – aufzufordern.
  • Newsletter: Letztendlich dient jeder Newsletter ja zur Steigerung der Kundenbindung, der Conversion und des Umsatzes – auch reine Infoschreiben und ähnliches. Ohne CtA aber findet der Newsletter-Marketing Funnel hier ein abruptes Ende.
  • Social Media: Facebook, YouTube, Instagram, TikTok … die Zielgruppe liebt es, „Like“-, „Follow“- oder „Teilen“-Buttons zu klicken. Auch als Weiterleitung auf die Website kann ein Post mit einer entsprechenden Handlungsaufforderung super klappen.
  • Ads: Anzeigen bei Facebook, Xing oder Google bringen überhaupt erst etwas, wenn ein gut platzierter CtA angeklickt werden kann.

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Bestandteile einer CtA-Seite

Glaubwürdigkeit und Seriosität werden also durch einen begleitenden Text, möglicherweise zusätzlich auch durch Bilder vermittelt.

Im besten Fall erklärt ein SEO-Text erst einmal, worum es auf der Seite oder bei dem Produkt geht. Um wirklich zum Klick auf den CtA zu animieren, wird hier das erste Vertrauen aufgebaut. Dieser sogenannte Lead-in-Text macht eventuell auf ein Problem aufmerksam.

Beispiel: „Für alle, die Likör lieben – aber keinen Alkohol mögen!“

Damit wird bereits angedeutet, dass es sich bei dem Produkt, das hier eingeführt oder beworben wird, offensichtlich um einen alkoholfreien Likör handelt.

Der Lead-in-Text kann auch Fragen beantworten, die der potenzielle Kunde vielleicht schon immer hatte oder die er sich überhaupt erst stellt, nachdem er zum Beispiel diese Landingpage gesehen hat.

Beispiel: „Gibt es Likör ohne Alkohol – und wie schmeckt er?“

In beiden möglichen Fällen erklärt der begleitende Text, was es mit dem alkoholfreien Likör auf sich hat. Er nennt die Vorteile des Getränkes, präsentiert das Produkt auf glaubwürdige und nicht zu „marktschreierische“ Art. Im Lead-in-Text sollte unbedingt Glaubwürdigkeit vermittelt werden, die dem Nutzer Sicherheit bietet und ihn langsam zum CtA hinführt.

Der nächste  Bestandteil ist die Call to Action Schaltfläche. Die sollte – wie weiter oben bereits erwähnt – ins Auge springen.

Nach dem Button folgt der sogenannte Lead-out-Text. Hiermit wird das Vertrauen gefestigt, die Sicherheit gestärkt. Das ist wichtig für Nutzer, die sich nicht direkt entscheiden konnten, den CtA-Button anzuklicken. Erreicht wird das durch Sätze wie zum Beispiel „Volles Rückgaberecht“ oder „Geld zurück, wenn Ihnen der Likör nicht schmeckt“ oder auch „Sie haben Fragen? Rufen Sie uns an unter …“.

 

8 Tipps für einen besseren CtA

Nach all der Theorie wird es nun Zeit, zur Praxis zu kommen. Und zwar mit allem Wichtigen, was Platzierung, Farbe, Größe und Wortwahl beim Call to Action betrifft.

Unsere 8 Tipps für bessere CtA’s können dir helfen, mit den gut sichtbaren Handlungsaufforderungen in Zukunft mehr Conversions, Leads und letztendlich mehr Umsatz zu generieren.

1: Jeder drückt gerne auf Knöpfe

Der CtA-Button
Ein Knopf – Button – reizt uns unwiderstehlich zum Drücken

Hand aufs Herz: Wenn du irgendwo einen auffällig roten Knopf siehst – kannst du dann widerstehen? Klar, du hältst dich zurück, wenn es sich um einen Alarmknopf handelt. Aber ein bisschen kribbelt es schon in den Fingern, oder?

Genauso geht es auch Nutzern einer Website. Sehen sie einen roten (oder grünen, blauen, gelben …) Knopf, signalisiert ihr Unterbewusstsein: „DRÜCKEN!“

Darum ist es immer ratsam, einen CtA wirklich als Button, also als Knopf, zu gestalten. Dabei ist es fast egal, ob der nun rund, oval, eckig oder sternförmig ist. Hauptsache, er hebt sich vom Rest der Seite ab.

Erhebungen zeigen, dass CtA Buttons mehr als doppelt so oft geklickt werden wie einfache Hyperlinks, also Texte, die zu einer anderen Seite oder einem Kauf verlinken.

 

2: Wie viele CtA’s sollen auf einer Seite sein?

Tja, das kommt wie so oft darauf an … Denn eine knackige Landingpage braucht eigentlich nur einen gut sichtbaren CtA am Ende der Seite.

Im Shop können es je nach Anzahl der Bilder und Länge der Produktbeschreibung auch zwei Buttons sein.

Auf der Webseite empfiehlt es sich meist, drei CtA-Buttons unterzubringen: Einen ganz oben, eventuell sogar schon im Header. Dann in der Mitte der Seite einen und schließlich ganz am Ende nochmals. Zwischendurch können CtA’s auch in Form von internen oder externen Verlinkungen auftauchen. Natürlich kommt es hier auch auf die Länge des Textes an. Erhalte ich als User sämtliche Informationen (inklusive Vertrauensaufbau!) schon ohne zu scrollen, reicht natürlich auch ein CtA, vielleicht zwei.

Bei längeren Newslettern empfiehlt sich ebenfalls eine Handlungsaufforderung in der Mitte des Textes und eine weitere am Ende.

 

3: Wie lang soll die Handlungsaufforderung sein?

Hier gilt ganz klar der alte Spruch: „In der Kürze liegt die Würze“! Hat der CtA zu viele Wörter, wird’s unübersichtlich. Der User beginnt zu lesen und dabei nachzudenken. Aber er soll ja mehr oder weniger spontan klicken.

Komm beim Wording deiner CtA’s also auf den Punkt und benutze am besten nicht mehr als vier Wörter.

Hilfreich sind hierbei auch sogenannte Trigger-Wörter. Sie reizen von sich aus oft schon zum Klicken. Dabei handelt es sich um Wörter wie zum Beispiel „Jetzt starten“, „Kostenlos testen“ oder „Jetzt kaufen“.

 

4: Vermittle mit deinem CtA eine gewisser Dringlichkeit

Eine alte Weisheit aus dem Marketing sagt, dass ein Angebot umso eher angenommen wird, je weniger Zeit für den Kauf bleibt. Mit anderen Worten: Zeige auf deinem Call to Action Button, dass dein Angebot beispielsweise nur noch für kurze Zeit verfügbar ist.

Begriffe wie „Kauf jetzt!“ oder „Noch heute anmelden“ eignen sich gut dafür.

Auch Wörter wie etwa „Zum begrenzten Angebot“, „Letzte Chance“ oder „Nur noch bis morgen!“ setzen Interessierte unbewusst unter Druck und lassen sie zum Käufer werden.

Mach mit dem Button also klar, dass die User etwas verlieren oder eine Chance ungenutzt lassen, wenn sie nicht jetzt sofort JETZT klicken.

Hilfreich kann in diesem Zusammenhang auch ein Timer sein, der auffällig neben dem CtA Button rückwärts läuft.

 

5: Nutze zwei magische Zauberworte

Oho, magische Zauberworte? Ja, welche sollen das denn sein außer Abrakadabra und Simsalabim?

Ganz einfach. Die beiden superstarken Worte für einen CtA lauten „JA“ und „NEIN“!

Okay, tatsächlich brauchst du dafür zwei CtA Buttons. Die sollten dann (klasse geeignet für eine Landingpage!) direkt nebeneinander stehen.

Damit deine Besucher auch auf den richtigen klicken, ist die Handlungsaufforderung mit einer simplen Frage verbunden. Und die Antwort darauf lautet dann eben ja oder nein – mit einem kleinen psychologischen Trick.

Denn wird auf den Ja-Button geklickt, nimmt der User dein Angebot an. Klickt er den Nein-Button, ist die Sache erledigt, diesmal hast du Pech gehabt. Aber das wird bei der richtigen Fragestellung und dem entsprechenden Button-Text selten vorkommen.

Aber wie gelingt es nun, dass deine Besucher den für dich richtigen Knopf drücken?

Das Geheimnis liegt in der Frage vor den CtA Buttons. Die sollte so gestellt sein, dass der potenzielle Käufer eigentlich nur mit JA antworten kann.

Nehmen wir als Beispiel noch mal den alkoholfreien Likör von oben. Hier könnte der Call to Action auf der Landingpage in etwa so aussehen:

MÖCHTEN SIE ALKOHOLFREIEN LIKÖR PROBIEREN?

6: Eigentlich selbstverständlich: Responsives Design!

Man soll es ja kaum glauben. Aber tatsächlich existieren immer noch Webseiten, die nur auf dem Bildschirm des Computers richtig zu lesen sind.

Mal ganz abgesehen davon, dass solche Seiten von Google & Co. so gut wie gar nicht mehr gerankt werden. Auch für die User sind sie eine echte Qual!

Je nach Zielgruppe nutzen 50-85% der Personen Smartphones zum Surfen im Netz. Ist eine Seite mit Call to Action nicht responsive, klicken sie erbarmungslos weg. Klar. Den Text können sie nicht richtig lesen, der CtA erscheint entweder winzig klein oder bildschirmfüllend groß – beides doof.

Also super wichtig: Jede Seite sollte mit einem responsive Design gestaltet sein, damit sie wirklich auf jedem Endgerät einwandfrei läuft und nutzbar ist. Und gerade bei der Betrachtung auf dem Smartphone zeigt sich, ob der CtA Button richtig untergebracht ist. Sieht man auf dem PC vielleicht noch zwei Buttons gleichzeitig, so erscheint auf dem kleineren Display der zweite erst nachdem ein bisschen gescrollt wurde. Rein psychologisch gesehen klasse.

 

7: Knallige Farben und trotzdem viel weißer Raum

Damit die Handlungsaufforderung wirklich ins Auge fällt, muss sie sich von allen anderen Elementen auf der Seite abheben.

Am einfachsten funktioniert das zunächst mit auffälligen Farben. Logisch. Denn wenn der CtA die gleiche Farbe hat wie der Text oder der Hintergrund der Seite, verschwimmt er regelrecht und wird nicht wirklich wahrgenommen.

Das gilt natürlich auch für Verlinkungen als Handlungsaufforderung. Sie sollten sich farbig vom Rest des Textes abheben, zumindest aber gut sichtbar gefettet sein.

Ein CtA Button wird umso effektiver wahrgenommen, je einsamer er auf der Seite steht. Will sagen: Um den Button herum sollte genügend weiße Fläche, also ein freier Raum sein, in dem nichts an Text zu lesen und auch kein Bild zu sehen ist.

8: Die Schrift auf dem CtA

Farbe, Form und Größe des CtA Buttons sind auffällig und stehen allein da. Gut so. Aber auch die Schrift darauf, die eigentliche Handlungsaufforderung, sollte sich vom Rest des Textes auf der Seite abheben.

Deshalb wird am besten eine größere Schrift für den Button verwendet als im Lauftext. Auch gefettete Buchstaben und unter Umständen sogar eine besondere Farbe für den Text können den erwünschten Effekt extrem verstärken.

Du möchtest mit deiner Website oder dem Online-Shop endlich richtig durchstarten?

DANN DRÜCK JETZT DEN CtA- BUTTON!

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